Maximilian Liebenwein
11.4.1869 Wien – 17.7.1926 Münchenvon TILLFRIED CERNAJSEK, Perchtoldsdorf

Maximilian Liebenwein wurde am 11. April 1869 in Wien geboren. Nach der Volksschule besuchte er von 1879-1887 das Schottengymnasium in Wien, wo er 1887 maturierte. Schon hier ist sein Zeichentalent aufgefallen. Er beginnt Malerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Julius Victor Berger <1850-1902 >und Josef Matthias von Trenkwald <1824-1897> zu studieren. Von 1891-1892 leistete er seinen Militärdienst bei einem Dragonerregiment ab. 1893 schied er aus der Akademie aus. Danach studierte er in Karlsruhe bei Kaspar Ritter <1861-1923>  und Heinrich Johann von Zügel <1850-1941>. 1897 schließt er seine Studien ab und beschließt selbständiger Maler zu werden. 1899 übersiedelt er nach Burghausen, Bayern. Hier traf er mit Walter Ziegler <1859-1932> aus Wanghausen, Oberösterreich, Ignatius Taschner <1871-1913> u.a. zusammen. Zwischen 1897 und 1900 stellten sich die ersten großen Erfolge ein als Maler. 1900 stellt er seine Gemälde  „Parzival“ und „Thierstudien“ im Saal der Internationalen Meister in der Frühjahrsausstellung der Wiener Sezession ausgestellt aus, deren Mitglied er wird. Am 28. April 1901 heiratete er Anny Essigmann. Aus dieser Ehe entspringen  zwei Kinder (Hans Georg und Wolfgang Ferdinand). 1907 übersiedelte die Familie nach Linz/Donau. 1909 erfolgte die Übersiedlung nach Wien. 1910 wirkte er an der Ersten Internationalen Jagdausstellung in Wien mit. 1912 zum Vizepräsidenten der Wiener Sezession gewählt. Liebenweins Frau Anny verstarb am 12. Juli 1915 an Brustkrebs. Am 3. Juni 1915, nur fünf Wochen vor dem Tod seiner Frau, meldet er sich freiwillig mit Hund und Pferd als  Landsturmoberleutnant des XVII. Korpskommando. Wurde Kommandant des Kavallerie-Stabszuges und später Ordonnanzoffizier und Adjutant des Generals. Mit persönlicher Erlaubnis des Kaisers, durfte er während seines Kriegsdiensts weiterhin malen und seine Motive frei wählen. Da er nicht als offizieller Kriegsmaler tätig war, konnte er sich der Malerei nur widmen, wenn keine Kampfhandlungen stattfanden. Während der Kriegszeit entstanden 54 Skizzenbücher. 1918 wurde er zum Rittmeister befördert. Nach dem Zusammenbruch kehrte am 6. Dezember 1918 nach Wien zurück. Ab 1921 lebte er wieder nach Burghausen. Am  17. Juli 1926 stirbt er an den Folgen eines Gehirnschlags im Krankenhaus München.